Pressemitteilung
09. Oktober 2026
Gewässerrenaturierung im Raum Wachtendonk – Niersverband startet Vorarbeiten
Der Niersverband beginnt Mitte Oktober südlich von Wachtendonk mit den Vorarbeiten für das Gewässerprojekt „Niersbenden“. Aus einem heute kanalartigen Flussabschnitt soll eine naturnahe Gewässerlandschaft entstehen. Der neue Nierslauf verlängert sich von bisher einem Kilometer auf zukünftig rund zwei Kilometer und erhält eine Aue, die bei Hochwasser rund 45.000 Kubikmeter Wasser zurückhalten kann. Die Arbeiten am Gewässer und der Aue beginnen voraussichtlich im Frühjahr 2027.
Zunächst finden im Planungsraum gezielte archäologische Grabungen statt. Dabei werden mögliche archäologisch bedeutende Funde im Boden fachgerecht gesichert. Außerdem werden in den kommenden Monaten Gehölze gefällt, um Platz für den geplanten Flusslauf zu schaffen.
Auf einer Fläche von rund 20 Fußballfeldern erhält die Niers künftig mehr Raum. Der bislang etwa einen Kilometer lange, kanalartige Abschnitt wird durch einen gewundenen Gewässerverlauf ersetzt, der sich durch die heute angrenzenden Grünlandflächen zieht. Damit verdoppelt sich die Fließstrecke auf rund zwei Kilometer, und das Wasser fließt langsamer. Durch großflächige Geländeabsenkungen beidseits des Gewässers entsteht eine neue typische Auenlandschaft, in der sich langfristig auch Auwald entwickeln kann und in der abwechslungsreiche Lebensräume (wechselfeuchte Standorte, Röhrichte bis zum Auwald) für viele Pflanzen- und Tierarten geschaffen werden.
Das Projekt ist Teil des Masterplans Niersgebiet, dessen Ziel es ist, Maßnahmen zur gewässerverträglichen Einleitung von Niederschlagswasser mit einer naturnahen Umgestaltung der Niers zu kombinieren.
Mit dieser Maßnahme wird die ökologische Entwicklung der Niers sowie die Biodiversität und der Artenschutz weiter gestärkt. Zudem wird der natürliche Wasserkreislauf unterstützt sowie Retentionsvolumen für Hochwässer nach Starkregenereignissen geschaffen. Somit wird ein Beitrag zur Klimaresilienz der Niers und ihres Umfeldes geleistet.
Mit der Maßnahme „Niersbenden“ setzt der Niersverband ein weiteres Projekt im Sinne seines Blauen Fußabdrucks um. Der Blaue Fußabdruck beschreibt Maßnahmen, die die Wasser- und Lebensqualität in der Region verbessern und auch kommenden Generationen zugutekommen.





