Pressemitteilung
06. August 2026
Investition in den Gewässerschutz:
Niersverband nimmt neues Nachklärbecken in Betrieb
Am 30. Juli 2026 hat der Niersverband sein neu gebautes Nachklärbecken 8 (NKB 8) auf der Großkläranlage Mönchengladbach-Neuwerk in Betrieb genommen. Mit dem zusätzlichen Becken erweitert der Verband die Kapazitäten seiner Abwasserreinigung und stärkt die Leistungsfähigkeit des Standorts nachhaltig.
Das Nachklärbecken übernimmt eine zentrale Funktion im Reinigungsprozess der Kläranlage: Hier wird das biologisch gereinigte Abwasser vom Belebtschlamm getrennt, bevor es in das Gewässer eingeleitet wird. Dieser Verfahrensschritt ist entscheidend für den Schutz von Flüssen und Bächen und für die zuverlässige Einhaltung hoher Anforderungen an die Wasserqualität. Darüber hinaus ist das NKB 8 mit einem Durchmesser von 59 Metern und einem Fassungsvermögen von rund 10.000 Kubikmetern das größte und leistungsstärkste Nachklärbecken, das der Niersverband bislang errichtet hat.
„Mit dem neuen Nachklärbecken erweitern wir unsere Kapazitäten und machen den Standort fit für die Anforderungen der Zukunft. Moderne Abwasserreinigung bedeutet, heute in eine Infrastruktur zu investieren, die auch morgen zuverlässig funktioniert – für den Gewässerschutz und für die Menschen in der Region“, sagt Niersverbandsvorständin Sabine Brinkmann.
Die offizielle Inbetriebnahme war zugleich Anlass, am Bau beteiligten Mitarbeitenden und Baufirmen für die erfolgreiche Umsetzung des Projekts zu danken. Sabine Brinkmann hob hervor, dass ein Projekt dieser Größenordnung mit gut zwei Jahren Bauzeit nur durch die enge Zusammenarbeit und das Engagement aller Beteiligten so erfolgreich realisiert werden konnte.
Hintergrundinformationen zum Nachklärbecken 8 in Neuwerk
Die Errichtung des neuen Nachklärbeckens 8 ist Teil des stufenweisen Modernisierungskonzepts der Kläranlage Mönchengladbach- Neuwerk.
Beim Bau des Beckens kam erstmals das sogenannte Cutter-Soil-Mixing-Verfahren zum Einsatz. Dabei wird der Boden mit einer Spezialfräse aufgelockert und gleichzeitig mit einem zementähnlichen Material vermischt.
Auf diese Weise entstehen stabile Baugrubenwände, wodurch sich Bauzeit und Ressourcenbedarf gegenüber herkömmlichen Verfahren reduzieren lassen.
Im nächsten Schritt wird der Niersverband die bestehenden Nachklärbecken 7 und 6 umfassend sanieren, optimieren und technisch modernisieren. So wird die Leistungsfähigkeit der gesamten Nachklärung schrittweise verbessert.
Foto: Inbetriebnahme des neuen Nachklärbeckens 8 auf der Großkläranlage Mönchengladbach-Neuwerk: Nach und nach füllt sich das leistungsstärkste Becken des Verbands, in welchem das biologisch gereinigte Abwasser vom Belebtschlamm getrennt wird. (Quelle: Niersverband, Fotograf: Martin Hochbruck©)





