Willkommen beim Niersverband
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Pressemitteilung

9. Juli 2019

Niersverband und Kreis Viersen geben den Startschuss für die Niers-Baustelle am Fritzbruch

Landrat Dr. Andreas Coenen und Niersverbandsvorstand Prof. Dietmar Schitthelm geben am heutigen Dienstag mit einem ersten Spatenstich den Startschuss für die Gewässermaßnahme Fritzbruch in Viersen-Süchteln.

Damit wird aus dem geradlinigen Verlauf der Niers zwischen der alten Bahnlinie und der Straße "Fritzbruch" in Viersen-Süchteln ein mehrfach verzweigtes Gewässersystem. Der Kreis Viersen stellt dafür die Flächen zur Verfügung, der Niersverband übernimmt Planung, Bau und weitere Pflege.

"Wir freuen uns, dass wir diese Maßnahme durch die Bereitstellung unserer Flächen unterstützen können," betont Landrat Dr. Andreas Coenen. "Somit wird das Naturschutzgebiet Fritzbruch weiter aufgewertet."

Die Niers soll einen naturnahen Gewässerlauf erhalten. Durch flächige Geländeabsenkungen wird eine Gewässeraue entstehen, die zusätzlichen Hochwasserrückhalteraum bietet. Durch gezieltes Überstauen von Teilflächen entstehen zudem Brut- und Nahrungsräume für Wat- und Wiesenvögel.

"Der besondere Reiz dieser Maßnahme liegt in der Nutzung von Synergien durch Kombination einer Naturschutzmaßnahme mit Hochwasserrückhalteraum und einer Maßnahme zum Rückhalt und Behandlung von Regenwasser," erläutert Prof. Dietmar Schitthelm.

Denn an dieser Stelle liegt die Betriebsstelle Süchteln des Niersverbandes. Hier befinden sich ein Abwasserpumpwerk, das die Abwässer aus Süchteln Richtung Viersen fördert sowie ein Regenüberlaufbecken zum Zwischenspeichern von Mischwasser. Geplant ist die Anlage eines naturnahen Rückhalteraums von rund 50.000 m³, der bei Trockenwetter von der Niers durchflossen wird. Bei stärkeren Regenereignissen wird stark verdünntes Mischwasser von der Betriebsstelle Süchteln in diese Fläche eingeleitet und dort nach Zwischenspeicherung gedrosselt in die Niers abgeleitet. Gesteuert wird der Rückhalteraum über zwei Schlauchwehre.

Die Baumaßnahme beginnt mit der Erstellung der Zuwegungen. Danach erfolgt die technisch sehr aufwändige Gründung der Wehre. Nach Abschluss dieser Betonarbeiten erfolgt die Geländeprofilierung durch die eigenen Wasserbauer und Wasserbauerinnen des Niersverbandes. Zum Abschluss werden die Schlauchwehre und die Technik zur Steuerung eingebaut.

Daten und Fakten

Bau eines naturnahen, mehrfach verzweigten Gewässerlaufs der Niers mit Anlage eines naturnahen Rückhalteraumes.

Synergien:

- Rückhalt und Behandlung von Niederschlagswasser,

- Hochwasserrückhalteraum,

- Naturschutz: Brut- und Nahrungsräume für Wat- und Wiesenvögel

Größe des Rückhalteraumes: ca. 50.000 m3

Bau von zwei Wehranlagen zur Steuerung des Rückhalteraumes

Dauer der Ausführung: Juli 2019 bis voraussichtlich Ende 2021

Gesamtkosten: rund 7,5 Mio. Euro

 

Ansprechpartnerin Presse

Margit Heinz

Tel.: 02162 3704 105

presse@niersverband.de