Willkommen beim Niersverband
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Pressemitteilung

24. September 2019

Ein weiteres Stück Niers ist wieder naturnah umgestaltet

Die naturnahe Umgestaltung der Niers im Bereich Kessel ist jetzt offiziell abgeschlossen. Bürgermeister Ulrich Knickrehm, Bernd Thönnesen, Erster Vorsitzender des Verkehrs- und Heimatvereins Kessel e.V., und Niersverbands-Vorstand Prof. Dietmar Schitthelm enthüllten dazu heute eine neu aufgestellte Infotafel.

Im Anschluss daran unterstützten die Kinder der Kindertagesein­richtung St. Stephanus tatkräftig beim Pflanzen einiger Bäume und Sträucher an der neu gestalteten Fläche.

"Wir freuen uns, unserem Ziel einer naturnahen, ökologisch wert­vollen Niers wieder ein Stück näher gekommen zu sein", begrüßte Prof. Schitthelm die Gäste. "Dabei bedanken wir uns herzlich bei den Anliegern in Kessel, die in den letzten zwei Jahren viel Geduld bei den Bauarbeiten und den dabei entstandenen Unannehmlichkeiten bewiesen haben," so Schitthelm weiter. "Wir hoffen, mit diesem Stück naturnahe Niers auch den Menschen eine attraktive Naherholungs­möglichkeit bieten zu können".

Im letzten Jahr hat der Niersverband zwischen Februar 2018 und August 2019 die Niers in Kessel auf einer Strecke von rund 1,1 km in zwei Teilabschnitten naturnah umgestaltet. Neben einer Laufverlängerung von ca. 700 m entstanden hierbei zusätzlich auch rund 860 m neue Niersnebenläufe.

Das Gewässer wurde deutlich verbreitert und die Uferbereiche abgesenkt. Zusätzlich wurde in die Niers Totholz in unterschiedlicher Ausprägung eingebaut, um eine eigendynamische und dem Leitbild entsprechende Gewässer- und Auenentwicklung zu initiieren. Oberhalb der Wasserlinie dient Totholz als Sitzwarte für Libellen und Vögel (z. B. Eisvögel). Unterhalb sorgt es für unterschiedliche Strömungsverhältnisse im Gewässer. Es bietet Schutz für Fische und ist Lebensraum für viele Kleinstorganismen. In den flach ausgezogenen Uferbereichen erwärmt sich das Wasser, wodurch sich die Fischbrut besser entwickeln kann. Sohle, Ufer und Aue werden wieder zu attraktiven Lebensräumen für typische Vertreter der heimischen Flora und Fauna.

Durch die Maßnahme wurde zudem der natürliche Rückhalteraum im Bereich Kessel vergrößert. Damit können kleinere Hochwasserereignisse in der zukünftigen Ersatzaue abgefangen und die Auswirkungen abgemildert werden.

Neben Bernd Thönnesen, erster Vorsitzender des Verkehrs- und Heimatvereins Kessel e.V., der in seinen Grußworten die positive Begleitung des Projektes durch den Verein hervorhebt, sieht auch Bürgermeister Ulrich Knickrehm die neu gestaltete Niers mit Be­geisterung: "Die Stadt Goch begrüßt die Renaturierung der Niers sehr. Dass sie in Kessel nun wieder in einem natürlichen Bett fließen kann, trägt in hohem Maße dazu bei, dass sich die Flora und Fauna dort wieder frei, ungehindert und naturnah entwickeln können. Gerne sichere ich unsere Unterstützung zu, wenn weitere Maßnahmen dieser Art bei uns in Goch wieder geplant werden sollten".

Daten und Fakten

  • Naturnahe Umgestaltung der Niers bei Kessel in zwei Teilabschnitten.
    Erster Abschnitt (Teilbereich A - Kranenburger Straße): beidseitig der Neuen Kranenburger Straße. Hier sind rund 430 Meter Niers in zwei neue Schleifen verlegt worden.
    Zweiter Abschnitt (Teilbereich B - Romberg): ca. 720 m lang und liegt zwischen Baggersee und Höhe der Kesseler Kirche.
  • Bauzeit: Februar 2018 bis August 2019
  • Größe des natürlichen Rückhalteraums: 66.000 m3
  • Menge an bewegten Boden: rd. 85.000 m³

 

Ansprechpartnerin Presse

Margit Heinz

Tel.: 02162 3704 105

presse(at)niersverband.de