Willkommen beim Niersverband
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Pressemitteilung

23. Juli 2019

Sauerstoffmangel in der Niers führt zu lokalen Fischsterben

Am Sonntag wurden an verschiedenen Stellen in der Niers tote Fische gesichtet. Schwerpunkt war dabei der Bereich zwischen Süchteln und Wachtendonk.

Die Prüfung der Gewässerdaten deutet darauf hin, dass die Fische aufgrund von Sauerstoffmangel verendet sind. Diese Situation kann eintreten, wenn die Niers durch längere Trockenperioden wenig Wasser führt und es dann zu stärkeren Einleitungen aus der Siedlungsentwässerung kommt.

Am Samstag kam es im Einzugsgebiet der Niers nach einer längeren Phase ohne Niederschläge zu heftigen Starkregenfällen. Innerhalb kurzer Zeit fiel an einigen Stellen 30 - 40 mm Regen.

In solchen Fällen führen die erhöhten Wassermengen dazu, dass Ablagerungen von befestigten Flächen und aus Regenwasserkanälen in die Niers gespült werden. Weiterhin können bei derartigen Niederschlägen die Mischwasserkanäle und Rückhaltebecken das innerhalb kurzer Zeit ankommende Wasser nur bis zu einem gewissen Maß fassen, und es kommt zu Abschlägen in die Gewässer. Diese Belastung führt zu einer erhöhten Sauerstoffzehrung, so dass der Sauerstoffgehalt im Gewässer stark sinken und es zu einem lokalen Fischsterben kommen kann. Dies haben auch unsere Online-Sauerstoffmessungen in der Niers ergeben.

Solche Ereignisse können leider bei der aktuellen Tendenz der trockenen Sommer und lokalen Starkregenereignisse immer wieder vorkommen. Von Seiten des Niersverbandes gibt es keine Möglichkeit, in solchen Situationen ein Fischsterben in der Niers zu verhindern. Allerdings hat sich die Gewässerqualität der Niers in den letzten Jahren deutlich verbessert, sodass man mittlerweile wieder mehr als 30 Fischarten in der Niers zählt. Trotz aktuell stattgefundenen Fischsterbens besitzt die Niers ein gutes Potenzial, das Voraussetzung für eine schnelle Erholung der Fischgemeinschaft im Gewässer ist.

Die Mitarbeiter des Niersverbandes werden soweit wie möglich die toten Fische einsammeln. Trotzdem können in den nächsten Tagen entlang der Niers noch vereinzelt tote Fische vorkommen.

Ansprechpartnerin Presse

Margit Heinz

Tel.: 02162 3704 105

presse(at)niersverband.de