Willkommen beim Niersverband
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Pressemitteilung

30. April 2021

Gewässerprojekt Fritzbruch - Zweiter Bauabschnitt startet Anfang Mai

Die Arbeiten des Niersverbandes am Gewässerprojekt Fritzbruch in Viersen-Süchteln gehen in die zweite Runde. Anfang Mai wird mit dem zweiten Bauabschnitt begonnen.

Nachdem im ersten Bauabschnitt in den Jahren 2019/2020 die Zufahrten, die Fundamente für die Schlauchwehre und die Niers-Renaturierung umgesetzt wurden, stehen für diesen Sommer die Arbeiten am Rückhalteraum an. Sofern die Witterung es zulässt und die Bauarbeiten nach Plan verlaufen, sollen diese Arbeiten Ende des Jahres abgeschlossen werden.

Der neu entstehende Rückhaltebereich wird im Normalfall von einem Teilstrom der Niers durchflossen. Er ist am Anfang und am Ende durch zwei so genannte Schlauchwehre regelbar. Bei Starkregen werden die Schläuche der Wehre aufgeblasen und sperren diesen Raum ab. Direkt neben dem Rückhaltebereich befindet sich die Betriebsstelle Süchteln des Niersverbandes, die das aus Süchteln kommende Abwasser über Viersen in Richtung Kläranlage Mönchengladbach-Neuwerk pumpt. Bei starken Regenfällen kann zukünftig überschüssiges Wasser aus der Betriebsstelle in diesen Rückhaltebereich geleitet und dort zurückgehalten werden. Über eine Drossel wird das Wasser nachdem es durch eine Filterschicht zur Rückhaltung von Schwebstoffen geflossen ist dann langsam in die Niers abgeleitet. Nach Leerlaufen der Rückhaltefläche werden die Wehre wieder abgelassen, und die Niers durchfließt die Fläche erneut.

Die Arbeiten finden auf den Flächen des Kreises Viersen statt, mit dem der Niersverband die Planungen entwickelt hat. Ziel ist es, die Anforderungen der Niederschlagswasserbehandlung, die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie und den Naturschutz in einem Projekt miteinander zu verbinden. Die Flächen liegen innerhalb des Naturschutzgebietes Fritzbruch. Durch die Maßnahmen sollen vor allem auch Nahrungs- und Rastbiotope für seltene und geschützte Wat- und Wasservögel entwickelt werden.

Das Interesse an dem bereits umgestalteten Bereich ist groß. An der Straße Fritzbruch wurde daher ein Aussichtsbereich errichtet, von dem aus das Gebiet betrachtet werden kann, ohne die Flächen des Naturschutzgebietes zu betreten. Für das Naturschutzgebiet gilt ein striktes Flächenbetretungsverbot außerhalb von Wegen sowie eine Anleinpflicht für Hunde.

 

Hintergrundinformationen zum Projekt „Fritzbruch“

Zwischen der alten Bahnlinie und der Straße „Fritzbruch“ in Viersen-Süchteln fließt die Niers heute auf rund 700 m Länge geradlinig. An dieser Stelle liegt die Betriebsstelle Süchteln des Niersverbandes. Hier befinden sich ein Abwasserpumpwerk, das die Abwässer aus Süchteln zur Pumpstation Viersen fördert, sowie ein Regenüberlaufbecken zum Zwischenspeichern von Mischwasser. An der Niers soll in diesem Abschnitt ein mehrfach verzweigtes Gewässersystem in einem regelbaren Rückhaltebereich entstehen, das gleichzeitig die Möglichkeit bietet, Abschläge aus dem Regenüberlaufbecken der Betriebsstelle Süchteln zurückzuhalten und gedrosselt in die Niers zu leiten. Parallel dazu wird die Niers naturnah umgebaut. In den überstauten und renaturierten Flächen sollen sich wieder auetypische Biotope entwickeln können.

Die Flächen für die Maßnahmen werden vom Kreis Viersen zur Verfügung gestellt. Der Niersverband übernimmt Planung, Bau und weitere Pflege. Die ökologische Entwicklung des Gebietes nach Umsetzung der Maßnahmen soll durch ein biologisches Monitoring begleitet werden.

Ansprechpartnerin Presse

Margit Heinz

Tel.: 02162 3704 105

presse(at)niersverband.de