Willkommen beim Niersverband
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Pressemitteilung

15. November 2019

Niersverband und RWE Power nehmen heute die neu gebaute Betriebsstelle Jackerath in Betrieb

Prof. Dietmar Schitthelm, Vorstand des Niersverbandes, Michael Eyll-Vetter, Leiter der Sparte Tagebauentwicklung von RWE Power, und Jürgen Frantzen, Bürgermeister der Gemeinde Titz, nahmen heute die in großen Teilen neu gebaute Betriebsstelle Jackerath offiziell in Betrieb.

Die Betriebsstelle Jackerath und ein wesentlicher Abschnitt des bisherigen dazugehörenden Abwasserableitungssystems liegen an der Grenze des bzw. im Bereich des Braunkohlentagebaus Garzweiler. Sie wird vom Niersverband, dem für die Abwasserreinigung zuständigen Wasserverband, betrieben. Zu den technischen Herausforderungen des Tagebaus gehört, dass bestehende Ver- und Entsorgungssysteme wie im Bereich der Gemeinde Titz, vollständig überplant und neu erstellt werden müssen. „RWE Power ist sich dieser Verantwortung bewusst und hat frühzeitig mit den Partnern in Kommunen und Verband optimale Alternativlösungen abgestimmt und umgesetzt. So hatten alle Beteiligten die Planungssicherheit, die sie für ihre Arbeit brauchen“, sagt Michael Eyll-Vetter, Leiter der Tagebauentwicklung von RWE Power.

Innerhalb des letzten Jahres wurden so große Teile der Betriebsstelle Jackerath neu gebaut und an eine vorab erstellte neue Druckleitung angeschlossen.

Die Maßnahme wurde von der RWE Power AG in Auftrag gegeben, von dem Ingenieurbüro Fischer Teamplan GmbH, Erftstadt, in enger Zusammenarbeit mit dem Niersverband geplant und von der Firma A. Frauenrath Bauunternehmen GmbH, Heinsberg, errichtet.

„Wir sind froh, dass wir das Projekt aufgrund des Engagements und der guten Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten zügig und termingerecht umsetzen konnten“, betonte Prof. Dietmar Schitthelm bei der offiziellen Übergabe der neuen Betriebsstelle durch die RWE Power.

„Mit dieser Betriebsstelle ist die Entsorgung des Jackerather Abwassers auf einem technisch hohen Niveau auch zukünftig gesichert“, freut sich Bürgermeister Jürgen Frantzen.

Das Schmutzwasser der Ortschaft Jackerath wurde von der bisherigen Betriebsstelle des Niersverbandes über eine Druck- und mehrere Freigefälleleitungen zur Kläranlage Mönchengladbach-Neuwerk geführt. Im Regenwetterfall konnte Mischwasser in einem Regenüberlaufbecken zwischengespeichert werden. Überstieg die Regenmenge die Kapazität des Regenüberlaufbeckens, wurde der so genannte nicht klärpflichtige Anteil des Mischwassers über den Beckenüberlauf des Regenüberlaufbeckens (RÜB) entlastet. Da es in der Umgebung kein Gewässer gibt, in welches die anfallenden Entlastungsmengen problemlos eingeleitet werden können, erfolgte eine Versickerung in einem angrenzenden Erdbecken.

Zukünftig fließt das Abwasser nun über eine neue Pumpstation und eine neu gebaute, ca. sieben Kilometer lange Druckrohrleitung in Richtung Holzweiler in das dort vorhandene Entwässerungssystem. Von dort wird es wie bisher über mehrere Leitungen zur Kläranlage Mönchengladbach-Neuwerk geführt.

Im Regenwetterfall wird das Mischwasser in dem bereits vorhandenen Regenüberlaufbecken auf der Betriebsstelle Jackerath zwischengespeichert.

Zur Versickerung des nicht klärpflichtigen Anteils des aus dem Regenüberlaufbecken entlasteten Mischwassers wurde ein neues Erdbecken erstellt. Zur weitergehenden Reinigung vor der Versickerung wird der Abfluss zuvor in einem neu erstellten Retentionsbodenfilter gereinigt.

Daten und Fakten

Neue Pumpstation:                                        Förderleistung max. 20 l/s

Regenüberlaufbecken:                                   Volumen 380 m3

Neuer Retentionsbodenfilter:                         Fläche 3.712 m2

Neues Versickerungsbecken:                        Volumen 5.630 m3

Investitionen RWE Power (2018/2019)         ca. 4,2 Mio. € (brutto)

 

Neue Druckleitung (gebaut 2017/2018):       Länge 7 km, DN 180

 

Offizielle Übergabe der neuen Betriebsstelle Jackerath von RWE Power an den Niersverband am 15.11.2019. Von links nach rechts: Stephan Muckel, Beigeordneter Gemeinde Titz, Michael Eyll-Vetter, Leiter der Sparte Tagebauentwicklung von RWE Power, Jürgen Frantzen, Bürgermeister Gemeinde Titz, Prof. Dietmar Schitthelm, Vorstand Niersverband (Quelle: RWE Power)
Luftbild der neu erstellten Anlage (Versickerungsbecken links unten, Retentionsbodenfilter rechts oben und restliche Anlagenteile am rechten Bildrand (Quelle: RWE Power)

Ansprechpartnerin Presse

Margit Heinz

Tel.: 02162 3704 105

presse(at)niersverband.de